Themenforum 18

Medien
Das große Wort direkt vor Ort: Starke Medien, starker Zusammenhalt, starke Demokratie
Medienvielfalt ist die Basis für offene Diskussionen und sozialen Zusammenhalt. Möglichst viele und unabhängige journalistische Angebote in Zeitungen, Radio, Fernsehen und Internet sind unverzichtbar, damit sich Menschen im Ruhrgebiet über die Themen austauschen können, die sie bewegen. Ob es um die letzte Sitzung des Stadtrats geht oder um die neuesten Entwicklungen bei örtlichen Unternehmen, um besondere kulturelle Angebote oder das Abschneiden des Fußballvereins, um örtliche Angebote für junge Familien oder auch für Pflegebedürftige: Information und Kommunikation sind Grundvoraussetzung für eine positive Entwicklung der Region.

Im Themenforum „Das große Wort vor Ort: Starke Medien, starker Zusammenhalt, starke Demokratie“ haben Medienmacher und Kommunikatoren aus der Region von Januar bis Juli 2019 neue Ideen und Projekte zur Stärkung der Medienvielfalt und Kommunikation im Ruhrgebiet entwickelt. Begleitet hat den Prozess die Landesregierung Nordrhein-Westfalen, moderiert wurde das Themenforum von Staatssekretär Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, und Andrea Donat, Chefredakteurin von Radio Bochum.

Regionale Medien prägen die einzigartige Identität, schaffen ein starkes Heimatgefühl und stärken die Zusammengehörigkeit im Ruhrgebiet. Lokale Medien gestalten den Raum für eine Debatte vor Ort, nebenan und in der Welt.
Nathanael Liminski

Kernfragen des Themenforums

Im Fokus standen unter anderem diese Fragen:

  • Ohne gute Journalisten kein Journalismus: Wie lässt sich die crossmediale journalistische Aus- und Weiterbildung in der Region verbessern?
  • Chancen der Digitalisierung: Welche Voraussetzungen sind nötig, um bestmögliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für den digitalen Wandel in der Medienbranche zu schaffen?
  • Neues ausprobieren: Brauchen wir einen Experimentierraum für den Journalismus der Zukunft?
  • Vernetzung: Welche Unterstützung braucht gemeinnütziger Journalismus beim community-building?
  • Mehr Perspektiven: Wie lässt sich im Journalismus mehr Diversität leben?
  • Für Journalismus begeistern: Wie können Zielgruppen erreicht werden - als Nutzer und Macher - die sich von den klassischen Medien nicht angesprochen fühlen, z.B. junge Menschen, Familien und Zugewanderte?

Der Prozess – Akteure zusammenbringen, aus Ideen Projekte machen

Dieses Themenforum hat sich einem besonderen Prozess verschrieben: Staatssekretär Nathanael Liminski und Andrea Donat haben insgesamt 16 Fachfrauen und Fachmänner aus der Region zu einem Expertenkreis zusammengeholt, der sich von Januar 2019 bis Juli 2019 mehrfach getroffen hat, um die Arbeit im Themenforum voranzutreiben. Die Mischung war bunt, die Blickwinkel auf die Themenstellung entsprechend vielfältig: Journalisten und Medienmacher aus Print, Radio, TV und Online, kommunale Pressesprecher, Wissenschaftler und weitere Kommunikationsprofis tauschten sich intensiv aus. Und sie initiierten gemeinsam größere Veranstaltungen.

Barcamp #Medienvielfalt Ruhr in Essen

Dazu gehörte das Barcamp #MedienvielfaltRuhr am 15. Februar 2019 in Essen, wo gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern neue Ideen für Medienvielfalt und Kommunikation im Ruhrgebiet gesammelt wurden. Die ca. 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren extrem engagiert: Rund 30 Session-Vorschläge wurden eingereicht, in 16 Sessions wurden vielfältige Vorschläge und Ansätze diskutiert.

Fachkonferenz #MedienvielfaltRuhr in Gelsenkirchen

Am 28. Juni 2019 fand darüber hinaus im Wissenschaftspark Gelsenkirchen eine Fachkonferenz #MedienvielfaltRuhr statt. Rund 80 Fachfrauen und Fachmänner formulierten in sechs Workshops gute Ideen zu konkreten Projekten:

  • Ein crossmediales Einsteigerangebot für junge Menschen entwickeln, die sich für einen journalistischen Beruf interessieren (RuhrReporter).
  • Eine „Jugendredaktion Ruhr“ aufbauen, die marginalisierten Jugendlichen über journalistische Arbeit neue Wege zu gesellschaftlicher Teilhabe eröffnet.
  • Ein Mentor*innenprogramm ins Leben rufen, bei dem gestandene Redakteurinnen und Redakteure angehende Journalisten mit Zuwanderungsgeschichte bei ihrem Werdegang begleiten.
  • Eine Software entwickeln, die journalistischen Initiativen eine bessere Vernetzung mit ihren Communities ermöglicht.
  • Einen „Experimentierraum für den Journalismus der Zukunft“ schaffen, in dem gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Journalisten und Medienmachern innovative journalistische Ansätze erprobt werden.
Lokale Medien unterstützen nicht nur demokratische Prozesse. Mit ihrer Berichterstattung direkt vor der Haustür stärken sie das Gefühl der Verbundenheit und Zugehörigkeit und schärfen das Profil der Region.
Co-Moderatorin Andrea Donat

Ziel des Themenforums „Das große Wort vor Ort: Starke Medien, starker Zusammenhalt, starke Demokratie“ war es, engagierte Akteure zusammenzubringen, um neue Ideen und praktisch wirksame Projekte zu entwickeln: Das ist gelungen. Herzlichen Dank an alle, die sich eingebracht haben! Nach Abschluss des Themenforums liegen der Ruhr-Konferenz jetzt spannende Vorschläge vor.

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